CMS Berlin 2017

Mit der Reinigungsdrohne zum 50. Stock

Nie mehr vom Hochhaus unter Lebensgefahr abseilen oder mit dem Teleskopreiniger an Grenzen stoßen – dafür steht die Reinigungsdrohne von CleanCopter. Der Aachener Robotikprofessor Stephan Kallweit hat sie zusammen mit dem Gebäudereinigungs-Unternehmer Uwe Böhme entwickelt. Auf der CMS 17 fliegt eine kleine Version vor Fachpublikum. Noch sind sie und ihre große Schwester, die in zwei Jahren serienreif sein soll, in einem Käfig gefangen, weil sie noch nicht offiziell zugelassen sind. Kallweit erläutert: „Sie fliegen autonom, wenn es sein muss, bis zum 50. Stock und darüber hinaus.“

Nur auf der Messe steht aus Sicherheitsgründen noch ein Mensch mit Fernsteuerung im Käfig. „Da sie mit entionisiertem Wasser arbeiten, benötigen sie nur ganz geringen Druck der Bürste an der Glasfassade.“ Während eines Reinigungsaufstiegs kann sie zwischen 10 und 15 Quadratmeter reinigen. In der finalen Version soll sie bis zu drei Liter Wasser mit sich führen. Als Zielgruppe schweben den „Vätern“ der Drohne Reinigungsunternehmen vor, die sich die großen Glasfronten von Hochhäusern oder unzugängliche Außenfassaden wie die Berliner Reichstagskuppel vorgenommen haben. „Am Ende werden 3,5 bis fünf Millionen Euro Entwicklungskosten in der Drohne stecken“, sagt Böhme. Auf der Messe suchen sie Kooperationspartner sowohl auf Hersteller- als auch auf Anwenderseite.

(Halle 2.2, Stand 240, Kontakt: Uwe Böhme, Managing Director, CleanCopter, Tel.: +49 241 512746, E-Mail: UB@cleancopter.com).